Cz                                           Der Fall

 

In des Jahres erstem Frühlingsscheine

Saßen wir auf einer Laubenbank,

Wechsellieb’ im Blick und Wechseldank,

Arm in Arm, und fühlten nur dies Eine.

 

Und auf einmahl, als ich sie die Meine

kosend hieß und ihren Athem trank,

Bog sich’s unter uns und brach und sank,

Und wir fielen schwebend im Vereine.

 

Ruhig lagen wir auf dürren Blättern,

Wie wir fielen, ohne Wort und Ach,

Unbekümmert, ob ein Werk von Brettern,

 

Oder ob des Himmels Veste brach.

So laß auf des Fackeljünglings Winken,

Ewigkeit, in deine Nacht mich sinken!

 

 

 

 

Cz                                           Letzter Entschluß

 

Ja, ich folge, winkendes Phantom!

Denn ich kann, ich kann dir nicht entsagen.

Wo hinauf die steilen Ufer ragen,

Wogt am höchsten der gepreßte Strom.

 

Fliegt Atom allmächtig zu Atom,

Wer will Herzen aufzuhalten wagen?

Wer will Altarflammen niederschlagen,

Wann sie lodern bis zum Himmelsdom?

 

Wägt, ihr Andern, eure Kraft und Schwäche!

Fragt, ihr Andern, um die Freude leid!

Mir entspringen Milch- und Honigbäche;

 

Mich erwartet meine goldne Zeit.

Wer den Dorn am Rosenstrauche scheut,

Ist nicht werth, daß er die Rose breche.

 

 

 

 

Cz                                           Auf der Reise

 

Weiter, weiter, wie die Räder rollen!

Frage nicht, mein warmer, wackrer Sinn,

Frage, Lieber, frage nicht,: Wohin?

Glaub’, es frommt nicht, mit sich selbst zu schmollen.

 

Lerne, was du willst, mit Freuden wollen!

Dort die Weisheit, die denn Vollgewinn

Dir versagt, ist eine Rechnerinn,

Deren Wünsche nie zu Thränen quollen.

 

Aber wenn du, Lieber, Alles, Alles,

Was das größte Maß der Fülle faßt,

Alles Glück des ganzen Erdenballes

 

In der Liebe Arm empfunden hast,

Auf dem Gipfel deiner Himmelsleiter,

Da, da frage, wenn du kannst: Wie weiter?